Unser Feminismus ist internationalistisch!

Wir lassen uns unsere Solidarität nicht nehmen!
Unser Feminismus ist internationalistisch! Wir lassen uns unsere Solidarität nicht nehmen!
Gut einen Monat nach der bisher größten Demo anlässlich des Frauenkampftages am 8. März in Nürnberg, erhielten einige Teilnehmer*innen ein Schreiben vom Staatsschutz (siehe Redside.tk). Darin wird ihnen das angebliche Zeigen der kriminalisierten YPG / YPJ – Fahnen der kurdischen Freiheitsbewegung zur Last gelegt. Wir von der Interventionistischen Linken Nürnberg verurteilen aufs Schärfste, die permanenten Kriminalisierungs- und Einschüchterungsversuche, sowie die andauernde Repression gegen die kurdische Freiheitsbewegung und deren solidarischen Unterstützer*innen durch den deutschen Staat!
Über das Zeigen der Flaggen der kurdischen Selbstverteidigungseinheiten YPG und der Frauenverteidigungseinheiten YPJ im Besonderen drücken wir symbolisch einen solidarischen Schulterschluss mit den kurdischen Kämpfer*innen in Rojava aus. Dieser gehört für uns nicht kriminalisiert, sondern sollte aus einer internationalistischen, feministischen Perspektive heraus selbstverständlich sein! Denn die Selbstorganisierung von Frauen* in der YPJ, die an vorderster Front gegen den Islamischen Staat und das Vorrücken der türkischen Armee in den selbstverwalteten Gebieten des nord-syrischen Rojavas kämpfen, stellen für uns die radikale Konsequenz feministischen Lebens im und gegen das Patriarchat dar. Die Revolution in Rojava ist und bleibt auch eine feministische Revolution. Seit 2012 wird hier ein neues Gesellschaftssystem aufgebaut, das auf den Pfeilern der Ökologie, des demokratischen Konföderalismus und des Feminismus beruht. Dass es die Frauen Rojavas in den Wirren eines Bürgerkrieges geschafft haben, eine feministische Revolution voranzutreiben und eine befreite Gesellschaft aufzubauen, gibt uns Grund zur Hoffnung und inspiriert uns für unsere eigenen Kämpfe. Denn ob Care- oder Lohnarbeit am 8. März bestreikt wird, ob sich Frauen in Betrieb und Uni organisieren oder die Frauenverteidigungkräfte der YPJ gegen Islamisten und türkische Besatzer kämpfen – uns alle eint der Wunsch nach einer vom Patriarchat befreiten Gesellschaft.
Mit diesen Frauen sind wir solidarisch, wenn wir ihre Farben und Fahnen zeigen! Diese Solidarität lassen wir uns nicht nehmen und wir lassen uns nicht vom Staatsschutz, den Bullen oder sonstigen reaktionären Kräften einschüchtern! Wir stehen Schulter an Schulter gegen Repression, denn Frauen die kämpfen sind Frauen die leben!
Jin Jiyan AzadÎ! Lang lebe die feministische Revolution in Rojava – Weg mit dem Verbot der PKK!
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Wenn du von Repression betroffen bist, wende dich an die Rote Hilfe. Diese kannst du unter der 01577 6161108 erreichen. Wie immer gilt: keine Aussagen – keine Zusammenarbeit mit Bullen und Staatsschutz!